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Aktuelles: Was gibt es Neues?

Aufgepasst: Margenbesteuerung gilt auch für Reiseleistungen an Unternehmer

Februar 05. 2020

Nicht nur für die private Urlaubsreise, sondern auch im unternehmerischen Bereich wird gern der Service professioneller Reiseanbieter in Anspruch genommen. Doch Achtung, hier haben sich die umsatzsteuerlichen Regelungen geändert. Auch bei Reiseleistungen an Unternehmer unterliegt nur noch die Marge der Umsatzsteuer und der Leistungsempfänger darf keine Vorsteuer mehr abziehen.

Steuerbegünstigte Gehaltsumwandlung: Gesetzgeber will Riegel vorschieben
 Die Freude währte nur kurz. Nachdem die Bundesfinanzrichter im Sommer 2019 Arbeitgebern das Tor für flexible Vergütungsgestaltungen geöffnet hatten, reagierte nun der Gesetzgeber. Mit einem „Nichtanwendungsgesetz“ soll klar definiert werden, was es heißt, steuerfreie oder pauschalbesteuerte Lohnbestandteile „zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn“
zu gewähren.

Neues Berufsbildungsgesetz (BBiG) gilt seit 01.01.2020
Eine Mindestvergütung für Auszubildende, einheitliche Regelungen zur Freistellung im Berufsschulunterricht, erweiterte Möglichkeiten der Teilzeitberufsausbildung und die Einführung transparenter Fortbildungsstufen für die höherqualifizierte Berufsbildung – das sind einige Kernpunkte des neuen Berufsbildungsgesetzes, welches zum 01.01.2020 in Kraft trat.

Kommanditgesellschaften müssen Angaben im Transparenzregister machen!
Bislang ging man davon aus, dass Kommanditgesellschaften von der Eintragungspflicht im Transparenzregister befreit sind, da sich alle erforderlichen Informationen bereits aus dem Handelsregister ergeben. Doch diese Sichtweise hat sich nun bis auf wenige Ausnahmen geändert. Um hohe Bußgelder zu vermeiden, sollte daher umgehend gehandelt werden!

7 % Umsatzsteuer auch im Schienenbahnfernverkehr
Klimaschutz sei Dank. Ab 1. Januar 2020 ist Bahnfahren preiswerter. Auch für Fernfahrten über
50 km fallen nur noch 7 % Umsatzsteuer an. Bei Fahrscheinen, die bereits in 2019 für dieses Jahr erworben wurden, wird es jedoch bei 19 % bleiben, obwohl die Umsatzsteuer eigentlich berichtigt werden müsste. Doch aufgrund einer Billigkeitsregelung der Finanzverwaltung können die Bahnunternehmen darauf verzichten.

„Gemeinsame Abkömmlinge" umfasst auch die Enkelkinder
Ohne ein ordentliches Testament ist Streit unter den Erben vorprogrammiert. Viele Ehepaare regeln daher ihren Nachlass mittels eines gemeinsamen, meist Berliner Testaments. Doch so verbreitet dieses auch ist – die Erben des letztversterbenden Ehegatten sollten sorgfältig benannt werden. So fallen unter die Bezeichnung „unsere gemeinschaftlichen Abkömmlinge“ nicht nur die Kinder, sondern auch die Enkel und Urenkel.

 

Neues zum Jahresanfang 2020

Januar 13. 2020

Neues zum Jahresanfang 2020
Wenn auf den Straßen trotz winterlicher Temperaturen eine wahre Neu-Jogger-Flut unterwegs ist und die Fitness-Studios von Erstanmeldungen geradezu überschwemmt werden, ist dies ein untrügliches Zeichen dafür, dass es endlich da ist, das neue Jahr. Zeit, die neuen alten guten Vorsätze wieder anzupacken und diesmal auch einzuhalten. Zeit für viele neue Chancen und Möglichkeiten.
Und vor allem auch Zeit für unsere monatlichen Tipps rund um interessante Themen aus den Bereichen Steuern und Recht. Den Anfang machen wir mit einer Vielzahl wichtiger Informationen zum Jahresanfang. Ob Unternehmer, Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder schlichtweg Steuerpflichtiger - für Jeden ist etwas dabei. Lassen Sie sich inspirieren.
Wir wünschen Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2020 mit vielen schönen Momenten und guten Ideen. Aber zunächst wünschen wir Ihnen eine informative Lektüre.
1. Was Unternehmer 2020 wissen müssen
2. Was Arbeitgeber 2020 wissen müssen
3. Was Arbeitnehmer 2020 wissen müssen
4. Was 2020 für alle Steuerpflichtigen wichtig ist

 

Steuerlichen Unternehmensgewinn mindern

November 30. 2019

Steuerlichen Unternehmensgewinn mindern
Spätestens wenn „Last Christmas“ aus allen Kanälen tönt ist auch den Letzten bewusst, dass sich das Jahr dem Ende neigt und teure Wochen bevorstehen. Höchste Zeit, seine Finanzen zu ordnen und die richtigen Weichen fürs neue Jahr zu stellen. Durch geschickte Planung und die optimale Ausnutzung steuerlicher Gestaltungsmöglichkeiten kann der Unternehmensgewinn gemindert oder zumindest gestaltet werden.

Steuerliche Abzugsbeträge in 2019 optimal nutzen
Kein Ertrag ohne Investition. Und so muss der, der ordentlich Steuern sparen will, zunächst einmal steuerlich berücksichtigungsfähige Ausgaben tätigen. Doch es lohnt sich.
Ob Sonderausgabenvorauszahlungen, die Beauftragung von Handwerkern zur Erledigung von haushaltsnahen Dienstleistungen, die Investition in die Altersvorsorge oder die Finanzspritze an den eigenen Nachwuchs – all dies bringt bares Geld.

Wichtige Termine in 2019 nicht versäumen
Wer zu spät kommt, den bestraft nicht nur das Leben, sondern manchmal auch das Finanzamt. Gerade der Monat Dezember birgt einige Termine, die Unternehmer besser nicht verpassen sollten, denn es geht hierbei um bares Geld. Sei es der Antrag auf Verlustbescheinigung für Aktienverluste, die Offenlegungsfrist für den Jahresabschluss oder auch die 10-Tage-Regelung.

 

Steuerbonus für energetische Gebäudesanierungen geplant

November 05. 2019

Steuerbonus für energetische Gebäudesanierungen geplant
Vor wenigen Wochen hat das Bundeskabinett ein Klimaschutzpaket auf den Weg gebracht. Auch im steuerlichen Bereich sind einige Änderungen geplant. Begünstigungen soll es vor allem für Hausbesitzer geben. Die Baumaßnahmen dürfen jedoch erst nach 2019 beginnen bzw. die Bauanträge oder Bauanzeigen ab 1. Januar 2020 eingereicht werden.

Gesetzgeber plant Verschärfung der Grunderwerbsteuer bei Share Deals
Werden Grundstücke oder grundstücksgleiche Rechte übertragen, fällt in der Regel Grunderwerbsteuer an. Werden dagegen Anteile an grundbesitzenden Personengesellschaften übertragen, so unterliegen diese Anteilsübertragungen im Rahmen eines Share Deals unter bestimmten Voraussetzungen bislang nicht der Grunderwerbsteuer. Durch die Reformierung des Grunderwerbsteuergesetzes im nächsten Jahr wird sich dies jedoch ändern.

Verjährung von Urlaubsansprüchen erneut auf dem Prüfstand
Die Verjährung eines Urlaubsanspruchs spielte bislang keine große Rolle. Denn bisher verfiel ein Urlaubsanspruch weit vor Ablauf jeder Verjährungsfrist entweder mit Ende des Kalenderjahres oder mit Ablauf des 3-monatigen Übertragungszeitraums im Folgejahr. Doch durch die vor kurzem ergangenen Urteile von Bundesarbeitsgericht und EuGH rückt nun auch die Verjährung wieder in den Fokus.

Straßenverkehrsrecht: Tempo 30 gilt auch an Feiertagen!
Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten nicht selten zeitlich eingeschränkt, beispielsweise nur wochentags, während die Wochenenden davon ausgenommen sind. Doch was, wenn ein Feiertag, wie in diesem Jahr beispielsweise an Weihnachten, auf einen Wochentag fällt? Dann vorsorglich besser runter vom Gas – auch wenn die Gerichte regional unter Umständen nicht einer Meinung sind.

Mit Krankenkassenbeiträgen Steuern sparen
Kurz vor Jahresende ist so mancher noch auf der Suche nach einer ultimativen Steuersparmöglichkeit. Nahezu risikolos, aber renditestark tritt hier ausgerechnet der Fiskus auf den Plan, indem er Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, die der Basisabsicherung in kommenden Jahren dienen, bereits im aktuellen Jahr als Sonderausgaben steuermindernd anerkennt.

12 % Säumniszinsen pro Jahr sozialrechtlich zulässig
Allein der Arbeitgeber ist dafür verantwortlich und haftbar, dass die Sozialversicherungsabgaben seiner Mitarbeiter vollständig und pünktlich gezahlt werden. Andernfalls fallen Säumniszuschläge an und zwar nicht zu knapp. Ganze 12 Prozent pro Jahr fordern die Sozialversicherungsträger - nach aktueller Entscheidung des Bundessozialgerichts wird sich daran wohl auch vorerst nichts ändern.