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Aktuelles: Was gibt es Neues?

Steuerbonus für energetische Gebäudesanierungen geplant

November 05. 2019


Steuerbonus für energetische Gebäudesanierungen geplant
Vor wenigen Wochen hat das Bundeskabinett ein Klimaschutzpaket auf den Weg gebracht. Auch im steuerlichen Bereich sind einige Änderungen geplant. Begünstigungen soll es vor allem für Hausbesitzer geben. Die Baumaßnahmen dürfen jedoch erst nach 2019 beginnen bzw. die Bauanträge oder Bauanzeigen ab 1. Januar 2020 eingereicht werden.

Gesetzgeber plant Verschärfung der Grunderwerbsteuer bei Share Deals
Werden Grundstücke oder grundstücksgleiche Rechte übertragen, fällt in der Regel Grunderwerbsteuer an. Werden dagegen Anteile an grundbesitzenden Personengesellschaften übertragen, so unterliegen diese Anteilsübertragungen im Rahmen eines Share Deals unter bestimmten Voraussetzungen bislang nicht der Grunderwerbsteuer. Durch die Reformierung des Grunderwerbsteuergesetzes im nächsten Jahr wird sich dies jedoch ändern.

Verjährung von Urlaubsansprüchen erneut auf dem Prüfstand
Die Verjährung eines Urlaubsanspruchs spielte bislang keine große Rolle. Denn bisher verfiel ein Urlaubsanspruch weit vor Ablauf jeder Verjährungsfrist entweder mit Ende des Kalenderjahres oder mit Ablauf des 3-monatigen Übertragungszeitraums im Folgejahr. Doch durch die vor kurzem ergangenen Urteile von Bundesarbeitsgericht und EuGH rückt nun auch die Verjährung wieder in den Fokus.

Straßenverkehrsrecht: Tempo 30 gilt auch an Feiertagen!
Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten nicht selten zeitlich eingeschränkt, beispielsweise nur wochentags, während die Wochenenden davon ausgenommen sind. Doch was, wenn ein Feiertag, wie in diesem Jahr beispielsweise an Weihnachten, auf einen Wochentag fällt? Dann vorsorglich besser runter vom Gas – auch wenn die Gerichte regional unter Umständen nicht einer Meinung sind.

Mit Krankenkassenbeiträgen Steuern sparen
Kurz vor Jahresende ist so mancher noch auf der Suche nach einer ultimativen Steuersparmöglichkeit. Nahezu risikolos, aber renditestark tritt hier ausgerechnet der Fiskus auf den Plan, indem er Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, die der Basisabsicherung in kommenden Jahren dienen, bereits im aktuellen Jahr als Sonderausgaben steuermindernd anerkennt.

12 % Säumniszinsen pro Jahr sozialrechtlich zulässig
Allein der Arbeitgeber ist dafür verantwortlich und haftbar, dass die Sozialversicherungsabgaben seiner Mitarbeiter vollständig und pünktlich gezahlt werden. Andernfalls fallen Säumniszuschläge an und zwar nicht zu knapp. Ganze 12 Prozent pro Jahr fordern die Sozialversicherungsträger - nach aktueller Entscheidung des Bundessozialgerichts wird sich daran wohl auch vorerst nichts ändern.

 

Private Darlehen an Unternehmen

Oktober 17. 2019

Steuerliche Verlustanerkennung in Gefahr
Wenn das Geld im Unternehmen knapp wird, schießt der Unternehmer oft erst einmal privat etwas dazu. Manchmal helfen auch Angehörige, Freunde oder Geschäftspartner aus. Idealerweise erhalten diese ihr Darlehen später plus Zinsen zurück. Wenn nicht, können sie aktuell ihre Verluste steuerlich geltend machen. Dies plant der Gesetzgeber ab 2020 einzuschränken.

Betriebsprüfungen der Deutschen Rentenversicherung werden massiv ausgeweitet
Alle vier Jahre prüft die Deutsche Rentenversicherung, ob Arbeitgeber ihren Melde- und Abgabepflichten nach dem Sozialgesetzbuch ordnungsgemäß nachkommen. Nach einem aktuellen Urteil des Bundessozialgerichts hat sich nun der Kreis der stets verpflichtend zu prüfenden Personen empfindlich erweitert.

Internethandel nicht ohne Unternehmerbescheinigung
Seit der Fiskus den Internethandel als Objekt der Begierde für die Eintreibung der Umsatzsteuer auserkoren hat, tut sich einiges. Bereits seit Jahresanfang wiesen die Betreiber von Amazon, Ebay & Co. ihre Verkäufer darauf hin, dass diese bis zum 30.09.2019 eine Unternehmerbescheinigung vorweisen müssen. Doch auch alle anderen Unternehmer, die Waren auf Onlineportalen vertreiben, wie beispielsweise Pizzadienste, sind davon betroffen.
 
Ex-Schwiegersohn in spe muss Geldgeschenk zurückzahlen!
Geschenkt ist nicht immer geschenkt. Manchmal kann man sich das Geschenk auch wiederholen - ohne zu stehlen, versteht sich. Denn der Beschenkte schuldet zwar keine Gegenleistung, wohl aber Dank, und den von längerer Dauer. Knapp zwei Jahre Dankbarkeit für 100.000 Euro sind dann doch etwas zu wenig, entschied der Bundesgerichtshof.

Entlastung für Verwaltung und Unternehmer in Sicht: Drittes Bürokratieentlastungsgesetz geplant
Meyers Lexikon definierte „Bürokratie“ im Jahr 1894 als kurzsichtige, engherzige Beamtenwirtschaft, der das Verständnis für die praktischen Bedürfnisse des Volkes fehlt. Heute, 125 Jahre später, wird immer noch versucht, daran etwas zu ändern. Das dritte Bürokratieentlastungsgesetz hält zumindest einige Erleichterungen im Steuerrecht bereit.

Pensionszusage eines GmbH-Geschäftsführers kann nicht widerrufen werden
GmbH-Geschäftsführer sind meist selbst für ihre Altersvorsorge verantwortlich. Durch eine Pensionszusage kann die GmbH mithelfen, die Altersvorsorge zu sichern. Doch manchmal ändern sich die Dinge im Laufe der Jahre und die einst großzügige Zusage soll widerrufen werden. Doch das ist nur im Ausnahmefall möglich.

Fehlende Stornobuchungen: Finanzamt darf hinzuschätzen
Die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung ist des Prüfers Lieblingskind. Stellt er Mängel fest, schätzt er Umsatz hinzu. Ob er das darf und wenn ja in welcher Höhe, darüber streiten sich die Geister und das Ganze muss oft vor den Finanzgerichten geklärt werden. Die Richter sind hinsichtlich fehlender Z-Bons und nicht vorhandener Stornobuchungen jedoch der Meinung: Die Kasse ist in diesem Fall nicht ordnungsgemäß und Hinzuschätzungen sind berechtigt.

 

Kassenführung 2020: Einheitliche Kassenschnittstelle veröffentlicht

September 05. 2019

Der Termin steht: Ab dem 1. Januar 2020 werden die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Kassenführung verschärft und das Sicherheitsmodul mit digitaler Schnittstelle Pflicht. Welche Voraussetzungen diese Schnittstelle erfüllen muss, blieb bislang im Dunkeln. Doch nun hat die Finanzverwaltung für Licht gesorgt.

Arglist beginnt schon im Denken
Ist (ver)schweigen schon lügen? Worüber sich im Privaten die Geister schon seit Ewigkeiten streiten, wurde durch das Oberlandesgericht München im Zusammenhang mit einem Kaufvertrag nun noch einmal eindeutig entschieden: Ein Verkäufer verschweigt einen Mangel auch dann arglistig, wenn er ihn nur für möglich hält. Den Mangel kennen muss er dabei noch nicht einmal.

Erste Betriebsstätte muss korrekt bestimmt werden
Fahrten zwischen Wohnung und erster Betriebstätte dürfen in Höhe der Entfernungspauschale mit 0,30 Euro je Entfernungskilometer als Betriebsausgaben abgezogen werden. Fahrten zu weiteren Betriebsstätten dürfen dagegen mit den gefahrenen Kilometern abgerechnet werden. Wer das nicht sauber trennt, riskiert unter Umständen erhebliche Steuernachzahlungen.

Urlaubsgrüße von der Bußgeldstelle
Andere Länder, andere Sitten. Das gilt auch für die Verkehrsvorschriften. Wer beispielsweise in Frankreich in den Kreisverkehr einfahrenden Fahrzeugen keine Vorfahrt gewährt, sondern wie in Deutschland gewohnt stoisch weiterfährt, riskiert schnell einmal Post von der ausländischen Bußgeldstelle. Doch muss das Bußgeld in jedem Fall gezahlt werden?

Gewerbliche Einkünfte oder doch Freiberufler?
Gewerbebetrieb oder Freiberufler – das ist nicht nur eine Statusfrage. Die Antwort hat entscheidende steuerliche Konsequenzen. Während die Freiberuflichkeit bislang den sogenannten Katalogberufen vorbehalten blieb, ergeben sich durch den Wandel und die Spezialisierung der Berufsbilder immer neue Abgrenzungsfragen.

Der Scheidungshund
Getrennt von Tisch und Bett ist für manches Ex-Paar schon schwer genug. Getrennt von Dackel Waldi ist oft jedoch schlichtweg unvorstellbar. Kann niemand sein Alleineigentum nachweisen und wird keine Einigung erzielt, so wird gerichtlich aufgeteilt – und zwar nach den Regeln über die Verteilung von Haushaltsgegenständen entsprechend ihres materiellen Wertes.

 

Steuerbonus für familiäre Hilfe im Haushalt in Gefahr

August 08. 2019

So mancher engagiert sich für die ungeliebte Hausarbeit eine Haushaltshilfe. Für diese haushaltsnahen Dienstleistungen gibt es sogar einen Steuerbonus, denn 20 Prozent der Lohnkosten, maximal 4.000 Euro pro Jahr, mindern die festzusetzende Einkommensteuer. Doch wie sieht es aus, wenn die Unterstützung aus der eigenen Familie kommt? Kann auch dann der Fiskus beteiligt werden?

Aktuelle Fragen und Antworten zum Dauerbrenner Arbeitszeiterfassung
Kaum ein Thema hat bislang in diesem Jahr für so viel Aufregung und auch Verunsicherung gesorgt, wie das Thema Arbeitszeiterfassung. Abstruseste Fragen wie die, ob künftig auch der Gang zur Toilette erfasst werden müsse, geistern durch die Medienlandschaft. Wir haben die gängigsten Fragen einmal zusammengestellt und beantwortet.

Familienheim steuerfrei vererben
Ein Haus erben und keine Erbschaftsteuer zahlen, das geht. Denn Eltern können ihr Familienheim ihren Kindern steuerfrei vererben, vorausgesetzt, das erbende Kind nutzt dieses unverzüglich zu eigenen Wohnzwecken und hat dort seinen Lebensmittelpunkt. Mit dem Umzug sollte aber nicht zu lange gewartet werden, sonst ist die Steuerfreiheit passé. Wer nicht innerhalb von sechs Monaten einzieht, sollte gute Gründe dafür nachweisen können.

Welche Bußgelder drohen bei Verkehrsverstößen mit E-Scootern?
Zuerst kamen die E-Bikes – nun prägen die E-Scooter überwiegend das Bild der meisten deutschen Großstädte. Doch genauso schnell, wie man damit unterwegs ist, gelangt man unter Umständen auch in die Bußgeldpflicht. Die wichtigsten Vergehen und die Auswirkungen auf Ihre Brieftasche finden Sie hier.

Eigenbelege sind nur eine Notfalllösung
Keine Buchung ohne Beleg. Doch was ist, wenn mal eine Quittung verloren geht oder es gar keinen Beleg gegeben hat, wie bei Trinkgeldern oder Waschautomaten mit Münzeinwurf? Dann kann als Notlösung ein Eigenbeleg erstellt werden, vorausgesetzt die Ausgaben sind betrieblich notwendig und der Höhe nach glaubwürdig. Der Vorsteuerabzug lässt sich jedoch nur mit einer ordnungsgemäßen Ersatzrechnung retten.

Kann man die Ausschlagung der Erbschaft rückgängig machen
Kleider machen zwar Leute, doch manchmal lohnt ein zweiter Blick – auch beim Thema Erbschaft. Denn wer vorschnell eine Erbschaft ausschlägt, allein, weil er vermutet, sich mit dem Sperrmüll nur noch Schulden aufzuhalsen, schaut unter Umständen in die Röhre, wenn plötzlich doch noch ein Sparstrumpf aus der Versenkung auftaucht.